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Beamte in der privaten Krankenversicherung

Für Beamte und Beamtenanwärter besteht laut dem Sozialgesetzbuch keine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung. Ein Eintritt in die private Krankenversicherung ist für Beamte und Anwärter unabhängig von der Einkommenshöhe jederzeit möglich. Die private Krankenversicherung dient für Beamte als Ergänzung zur Beihilfe und übernimmt die restlichen Kosten, die durch die Beihilfe nicht abgedeckt werden, aus diesem Grund wird die PKV auch als Restkostenversicherung für Beamte bezeichnet. Zudem haben Sie einen Anspruch auf Beihilfe, mit der sich Ihr Dienstherr zu 50 bis 80 Prozent an den Behandlungskosten beteiligt. Den verbleibenden Teil der Krankenkosten müssen Sie selber privat absichern, die private Krankenversicherung bietet für Beamte sogenannte Quoten- oder Ergänzungstarife an.

Beispiel: Bei einem aktiven Beamten mit einem Kind liegt der Beihilfebemessungssatz bei 50 %, in diesem Fall setzt sich die Krankenkostenerstattung wie folgt zusammen:

Kann ich trotz Vorerkrankungen in die PKV?

Beamte und deren Familienangehörige können im Rahmen einer sogenannten Öffnungskation, welche von den meisten Versicherern angeboten wird, zu erleichterten Bedingungen in der PKV aufgenommen werden. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, sich unabhängig von Vorerkrankungen oder Behinderungen in der PKV zu versichern. Hohe Risikozuschläge sind ausgeschlossen und sind bis auf 30 % des tariflichen Beitrages begrenzt, zudem werden keine Leistungsausschlüsse vorgenommen.

Für die Teilnahme an der Öffnungsaktion müssen Sie innerhalb einer Frist von sechs Monaten nach erstmaliger Verbeamtung einen Antrag stellen, das gleiche gilt für Familienmitglieder die unter diese Regelung fallen würden. Die sechsmonatige Frist gilt ebenfalls für Beamte mit Anspruch auf Heilfürsorge, dazu zählen Feuerwehrbeamte, Polizeibeamte sowie Berufs- und Zeitsoldaten. Für freiwillig gesetzlich versicherte Beamte ohne Verbeamtung auf Probe gelten für die Antragstellung keine Fristen, für deren Angehörige gilt jedoch eine zwölfmonatige Frist, nachdem der Beihilfeberechtigte in die PKV gewechselt ist.

Vorteile für Beamte

Die Private Krankenversicherung bietet für keine andere Berufsgruppe so viele Vorteile als für Beamte und Beamtenanwärter. In der PKV genießen Sie einen umfassenden und leistungsstarken Versicherungsschutz zu günstigen Beiträgen. Hier haben Sie alle Vorteile der PKV im Überblick:

  • Kürzere_Wartezeit Als privat Patient haben Sie freie Arzt- und Krankenhauswahl. Zudem profitieren Sie von erheblich kürzeren Wartezeiten und bekommen schneller einen Termin bei Fachärzten.
  • Chefarztbehandlung Bei einem Krankenhausaufenthalt haben Sie Anspruch auf Chefarztbehandlung. Dies eine der Wahlleistungen grundsätzlich von Krankenhäusern angeboten werden. Als Privatpatient schließen Sie einen jederzeit kündbaren Vertrag mit dem Krankenhaus ab und werden vorab über die Entgelte und Inhalte der Wahlleistung informiert. Die Kosten übernimmt Ihre Krankenversicherung, sofern der Versicherungsschutz in Ihrem Tarif enthalten ist.
  • Einbett_Zweibett Zimmer Je nach gewählten Tarif haben Sie Anspruch auf eine Unterbringung in einem 1-Bett oder 2-Bett Zimmer. Diese Leistung ist eine Wahlleistung, die von Krankenhäusern angeboten werden und fällt unter die Kategorie "Unterkunft". Als Privatpatient schließen Sie einen jederzeit kündbaren Vertrag mit dem Krankenhaus ab und werden vorab über die Entgelte und Inhalte der Wahlleistung informiert. Die Kosten übernimmt Ihre Krankenversicherung, sofern der Versicherungsschutz in Ihrem Tarif enthalten ist.
  • Zahnersatz_Zahnbehandlung Die Kosten für Zahnersatz und Zahnbehandlungen und weiteren Vorsorgemaßnahmen wie einer professionellen Zahnreinigung werden je nach gewählten Tarif 50 % bis 100 % erstattet. Die Kostenübernahme für Zahnbehandlungen sind in grundsätzlich jedem Tarif in der PKV integriert. Bei der Tarifwahl stehen drei Arten von Versicherungsschutz zur Auswahl:

    Basisschutz: Kosten für Zahnbehandlungen werden bis zu 70 % übernommen.

    Komfort-Schutz: Kosten für Zahnbehandlungen werden bis zu 100 % erstattet, Kosten für Zahnreinigung und sonstigen Vorsorgemaßnahmen werden teilweise übernommen.

    Premium-Schutz: Kosten für Zahnbehandlungen, professioneller Zahnreinigung und sonstige Vorsorgemaßnahmen werden zu 100 % erstattet.

Beihilfe

Beamte und deren Familienmitglieder erhalten von Ihrem Dienstherrn, welcher einer Fürsorgepflicht unterliegt eine Beihilfe, dadurch werden 50 bis 80 Prozent der Krankenkosten übernommen. Sie können bei einer privaten Krankenversicherung unabhängig von Ihrem Einkommen einen auf Beihilfe abgestimmten Tarif abschließen. Der Umfang des Beihilfeanspruchs hängt von der individuellen Lebenssituation ab, Beamte erhalten mindestens 50 Prozent Beihilfe von Ihrem Dienstherrn.

Zudem haben in der privaten Krankenversicherung die Möglichkeit Ihren Ehepartner und Ihre Kinder mitzuversichern, so liegt der Beihilfebemessungssatz für Ehepartnern bei 70 Prozent. Allerdings dürfen Ehepartner eine festgesetzte Einkommensgrenze nicht überschreiten, da Sie sonst den Anspruch auf Beihilfe verlieren.

Kinder haben bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres das Recht auf Beihilfe, mit dem Ende der Kindergeldberechtigung erlischt auch der Anspruch auf die Beihilfe. Bei Kindern werden 80 Prozent der Behandlungskosten erstattet, wenn beide Elternteile beihilfeberechtigt sind, wird das Kind über den Elternteil versichert, welcher das Kindergeld bezieht.

Wer ist Beihilfebrechtigt?

Beihilfe für Landesbeamte

  • Beamtinnen und Beamte
  • Beamtenanwärter bzw. Referendare
  • Beamte im Ruhestand
  • Ehe bzw. Lebenspartner
  • Waisen und Halbwaisen eines verstorbenen Beamten
  • Witwen und Witwer sowie Hinterbliebene aus einer eingetragenen Lebenspartnerschaft
  • Ausnahme: Nicht alle Referendare werden während Ihres Vorbereitungsdienstes zu Beamten auf Widerruf ernannt. In diesem Fall sind Sie lediglich im Rahmen eines öffentlich-rechtlichen-Ausbildungsverhältnisses angestellt und haben keinen Anspruch auf Beihilfe.

Bei Landesbeamten richtet sich die Höhe der Beihilfe nach der Beihilfeverordnung des jeweiligen Bundeslandes. Jedes Bundesland hat eine eigene Beihilfeverordnung mit unterschiedlichen Regelungen in Bezug darauf welche Aufwendungen erstattet werden. In zwei Punkten ist das Beihilferecht in allen Bundesländern jedoch gleich geregelt. Die Grundvoraussetzung für einen Anspruch auf Beihilfe ist zum einen die förmliche Ernennung sowie die Übergabe der Ernennungsurkunde und zum anderen die Besoldung.

Für Bundesbeamte gilt entsprechend die Bundesbeihilfeverordnung des jeweiligen Bundeslandes.

Wer ist Beihilfebrechtigt?

  • Beamtinnen und Beamte
  • Beamtenanwärter bzw. Referendare
  • Beamte im Ruhestand
  • Ehe bzw. Lebenspartner
  • Waisen und Halbwaisen eines verstorbenen Beamten
  • Witwen und Witwer sowie Hinterbliebene aus einer eingetragenen Lebenspartnerschaft
  • Ausnahme: Nicht alle Referendare werden während Ihres Vorbereitungsdienstes zu Beamten auf Widerruf ernannt. In diesem Fall sind Sie lediglich im Rahmen eines öffentlich-rechtlichen-Ausbildungsverhältnisses angestellt und haben keinen Anspruch auf Beihilfe.

Beihilfe für Landesbeamte

Bei Landesbeamten richtet sich die Höhe der Beihilfe nach der Beihilfeverordnung des jeweiligen Bundeslandes. Jedes Bundesland hat eine eigene Beihilfeverordnung mit unterschiedlichen Regelungen in Bezug darauf welche Aufwendungen erstattet werden. In zwei Punkten ist das Beihilferecht in allen Bundesländern jedoch gleich geregelt. Die Grundvoraussetzung für einen Anspruch auf Beihilfe ist zum einen die förmliche Ernennung sowie die Übergabe der Ernennungsurkunde und zum anderen die Besoldung.

Für Bundesbeamte gilt entsprechend die Bundesbeihilfeverordnung des jeweiligen Bundeslandes.

Heilfürsorge

Nicht jeder Beamte erhält in seiner aktiven Dienstzeit automatisch Beihilfe. Personen die durch Ausüben Ihres Berufes einem besonderen Risiko ausgesetzt sind, erhalten die sogenannte freie Heilfürsorge. Sie dient für Beamte als eine weitere Form der Krankenkostenabsicherung und wird den folgenden Berufsgruppen gewährt:

■ Feuerwehrleute bei Berufsfeuerwehren oder Landesfeuerwehren
■ Polizisten bzw. Polizeivollzugsbeamte der Bundespolizei und der Länder
■ Soldaten
■ Zivildienstleistende

Die Heilfürsorge steht nur den Beamten´selbst zur Verfügung, Angehörige haben keinen Anspruch auf Heilfürsorge, sind jedoch beihilfeberechtigt. Bei Kindern endet der Anspruch auf Beihilfe mit der Vollendung des 25. Lebensjahres, wenn Sie keinen Anspruch mehr auf Kindergeld haben. Ehepartner von beihilfeberechtigten Beamten erhalten Beihilfe nur dann wenn der Gesamtbetrag Ihrer Einkünfte unterhalb der Einkommensgrenze von 17.000 Euro liegt.

Häufig gestellte Fragen

Der Beihilfesatz bei Kindern ist weitaus höher als bei Erwachsenen, so erhalten die Kinder von Beamten und Beamtenanwärtern 80 Prozent Beihilfe von Ihrem Dienstherrn, bei zwei oder mehr Kindern steigt Ihre eigene Beihilfe auf 70 Prozent. Die restlichen Krankheitskosten können Sie günstig über eine private Krankenversicherung absichern.

Beihilfeberechtigung für Kinder besteht solange, wie für Sie Kindergeld gezahlt wird, also bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres oder nach Abschluss einer Ausbildung. Wenn Ihr Kind beispielsweise bis nach der Vollendung des 25. Lebensjahres studiert, entfällt die Beihilfe für das Kind und es müsste dann in eine private Krankenversicherung wechseln.

Empfehlung: Sie müssen Ihr Kind nicht zwingend in dem gleichen Tarif oder bei dem gleichen Anbieter versichern, bei dem Sie sind, oftmals ist es lohnenswert sich vorab verschiedene Tarife am Markt anzusehen und Preise sowie Leistungen miteinander zu vergleichen. Nutzen Sie dazu unseren kostenlosen und unverbindlichen Tarifvergleich, nachdem Sie alle Daten eingetragen haben, erhalten Sie von einem Experten eine kostenlose und individuelle Beratung.

Beamte können Ihre Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge seit Januar 2010 in der Steuererklärung als Sonderausgaben angeben und somit Ihre Steuerlast senken. Grundsätzlich erkennt der Gesetzgeber nur den Teil der PKV Beiträge als steuermindernd an, deren Leistungen dem GKV-Niveau entsprechen. Gemäß dem Bürgerentlastungsgesetz werden die absetzbaren Beiträge auf eine Maximalsumme begrenzt, so dürfen Beihilfeberechtigte eine Maximalsumme von 1.900 Euro an Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge steuerlich absetzen.

Das bedeutet das nur die Basisbeiträge, die Sie zur Grundsicherung in der PKV zahlen steuerlich absetzbar sind. Alle Kosten die für individuell hinzugebuchte Zusatzleistungen anfallen wie beispielsweise Chefarztbehandlung, erstklassiger Zahnersatz oder Unterbringung in einem Einbettzimmer während eines Krankenhausaufenthaltes sind nicht steuerlich absetzbar.

Eine Anwartschaft oder Anwartschaftsversicherung bietet sich an, wenn Sie die private Krankenversicherung vorübergehend verlassen oder sich zu einem
späteren Zeitpunkt wieder privat versichern bzw. in Ihren aktuellen Tarif zurückwechseln möchten. Die Anwartschaftsversicherung bietet keinen
Krankenversicherungsschutz, sondern gibt dem Versicherungsnehmer lediglich die Möglichkeit in den ursprünglichen Tarif seiner privaten Krankenversicherung zu den ursprünglichen Bedingungen und Konditionen zurückzukehren. Beispielsweise nach einem Auslandaufenthalt oder einer vorübergehenden Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung. Mit einer Anwartschaftsversicherung kann bei einer Rückkehr in die PKV verhindert werden, dass die Versicherung Risikozuschläge berechnet, Leistungsausschlüsse vereinbart oder den Vertrag aufgrund von gesundheitlichen Problemen komplett ablehnt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einer kleinen und einer großen Anwartschaft:

Kleine Anwartschaft

Bei der kleinen Anwartschaft ist die Rückkehr in den ursprünglich vereinbarten Tarif in der PKV ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich. Ihr
Gesundheitszustand ist ab dem Zeitpunkt des Abschlusses einer Anwartschaftsversicherung „eingefroren“. Bei einem Wiedereintritt in die PKV darf Ihnen der Versicherer aufgrund von Gesundheitsrisiken welche in der Zwischenzeit entstanden sein könnten keine Risikozuschläge berechnen oder Sie aufgrund dessen ablehnen.

Große Anwartschaft

Bei einer großen Anwartschaft werden zusätzliche Altersrückstellungen gebildet, die bereits angesparten Rückstellungen bleiben bei einer Anwartschaft
erhalten. Die zu zahlenden Beiträge fallen für den Versicherungsnehmer bei einem Wiedereintritt in die PKV geringer aus, da die Beitragshöhe an dem
ursprünglichen Eintrittsalter angepasst wird.

Mit einer Anwartschaftsversicherung können sich Heilfürsorge berechtigte Beamte für einen späteren reibungslosen Wechsel in die Beihilfe schützen. Die Heilfürsorge gilt nur für die Zeit des aktiven Dienstes, als pensionierte Beamte erhalten Sie von Ihrem Dienstherrn Beihilfe. Den verbleibenden Teil der Krankenkosten, welche nicht durch die Beihilfe abgedeckt wird, müssen Sie jedoch selbst privat versichern. Durch den frühzeitigen Abschluss einer Anwartschaftsversicherung können Sie sich den Wechsel in einem Beihilfetarif der privaten Krankenversicherung zu günstigen Bedingungen und Konditionen sichern. Des Weiteren ist es durch die Anwartschaft nicht nötig, eine weitere Gesundheitsprüfung zu absolvieren, aufgrund dessen spielen auch Vorerkrankungen bei dem Wechsel keine Rolle mehr.

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